Politik fordert: Klassik Radio endlich in Niedersachsen on air

Verzögerte Aufschaltung als Auslöser für Antrag zur Gesetzesänderung


(Augsburg, 2. April 2009) Klassik Radio erhält bei der lang erwarteten Frequenzaufschaltung in Hannover Unterstützung aus der Politik: Der Fall der verzögerten Aufschaltung des Senders war Auslöser für einen jetzt verabschiedeten Entschließungsantrag der CDU. Dieser soll es Hörfunkveranstaltern erlauben, den technischen Betreiber künftig selbst auszusuchen.

„Mit diesem Entschließungsantrag übernimmt Niedersachsen eine Vorreiterrolle zum Wohle des Hörfunks für ganz Deutschland. Neben Hannover sind 50 weitere UKWFrequenzen betroffen, die auf die Zuweisung warten. Wir wollen, dass Klassik Radio endlich in Niedersachsen senden kann“, so David McAllister, Vorsitzender der CDU im Niedersächsischen Landtag.

Seit der Zuteilung der Frequenz durch die Niedersächsische Landesmedienanstalt im Jahr 2006 wartet Klassik Radio auf die Entscheidung der Bundesnetzagentur für einen Netzbetreiber, damit der Sender seine Frequenz 107,5 MHz endlich aufschalten kann.
Hans-Dieter Hillmoth, Vizepräsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT), sieht die Rundfunkbetreiber klar benachteiligt: „Seit mehr als 2 Jahren
fordert der VPRT ohne Erfolg, dass die Bundesnetzagentur die wirtschaftlich wertvollen Frequenzen endlich verfügbar macht. Die Programmveranstalter, die für die UKWSender
monatlich kräftig zahlen, müssen selber entscheiden dürfen, wen sie mit dem Sendebetrieb beauftragen. Die Hörfunkler im VPRT begrüßen die Initiative des Landes Niedersachsen.“

Ziel des Antrages, der jetzt im Bundesrat eingereicht wurde, ist eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes auf Bundesebene. Demnach sollen Hörfunkanbieter ihren
Netzbetreiber im analogen Frequenzbereich künftig selbst wählen können, damit Frequenzen schneller und unbürokratischer vergeben und aufgeschaltet werden.

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